Nachdem ich einige Fragen zum Alltag und meinen Mitbewohnern bekommen habe will ich hier mal einen typischen Wochentag im Camp beschreiben.
6:00 Frühstück – Zwei Personen werden eingeteilt Frühstück vorzubereiten. Es gibt jeden Tag Rührei, Toastbrot (leider gibt es keinen Toaster mehr!) und Porridge (englischer Haferbrei). Ich mag den Porridge und verfeiner ihn meistens mit Apfel, Banane oder Rosinen.
8:00 Erster Tauchgang – nach Tauchplan (wer übernimmt welche Position, Tauchplatz, Dauer und Tiefe…) packen die Teams alles zusammen und fahren mit dem Boot an den Tauchplatz für den Surveytauchgang. Um die Stelle zu finden verwenden wir GPS. Nach 45 Minuten wird der Tauchgang beendet und wir fahren entweder zurück ins Camp oder machen Mittag auf dem Boot. Der zweite Tauchgang wird dann drei Stunden später gemacht und wir haben Zeit um auf dem Boot zu lesen, schlafen oder ein bisschen zu schnorcheln. Die gesammelten Daten werden in Formulare eingetragen und später in eine Datenbank eingegeben.
12:00 Mittagessen – Wir haben hier einen Koch, der uns von Montag bis Samstag das Mittag- und Abendessen kocht. Mittags ist vegetarisch, es gibt Reis und Gemüse.
13:30 Zweiter Tauchgang – Es wird wieder nach Tauchplan getaucht und die Daten vor dem Abendessen in die Formulare eingetragen.
15:30 Zurück im Camp – Tauchgeräte aufräumen, “duschen” und entspannen. Das heisst: Kaffee trinken, Kekse essen, lesen, schlafen… und manchmal muss natürlich auch die Wäsche gemacht werden, nicht ganz so entspannt.
18:00 Abendessen – wieder ein Gericht von unserem Koch Tata. Neben Reis und Gemüse gibt es meistens noch Fisch, Schwein oder Hühnchen. Fisch und Fleisch wird fast immer frittiert, ist wohl die sicherste Garmethode ;-) Ab und zu gibt's sogar einen Schokoladenkuchen! Nach dem Essen wird wieder entspannt, ein Bierchen trinken, Musik hören, Lesen, Computern…
22:00 Schlafenszeit, zumindest für mich!
Das ist mal so grob der Tagesablauf unter der Woche. Jeden Tag gibt es Aufgaben, die verteilt werden von Frühstück über Spülen, drinnen und draussen aufräumen/fegen/wischen. Momentan sind wir hier 25 Leute, ein Holländer, zwei Mexikaner, ein Franzose und der Rest Engländer. Vom Alter her bin ich momentan eine der Älteren, viele der Engländer sind zwischen 18 und 22 und machen ein sogenanntes Gap Year nach der Schule: 1 Jahr durch die Welt reisen. Grundsätzlich komme ich mit der Gruppe gut zurecht, aber wie überall gibt es Ausnahmen. Und das betrifft vor allem die jungen Engländer, die ganz offensichtlich noch in den letzten Zügen der Pubertät hängen ;-)

1 Kommentar:
" das betrifft vor allem die jungen Engländer, die ganz offensichtlich noch in den letzten Zügen der Pubertät hängen ;-) "
Wilde Tieren gibt es nicht nur ins Meer oder im Wald ... aber ich merke, dass du den juvenus britanopithecus zweifellos anerkannt hast -- "Fish&Chips Test" eindeutig bestanden ! :P
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